Der 44. Oberfrankentauschtag mit Briefmarkenausstellung findet am 08.10.2022 von 9-16 Uhr in der Domänenhalle, Kronacher Straße 2, in 96472 Rödental/Oeslau, statt. Anfragen an Herrn Bernd Schneider, Telefon 09563/1219 oder per Email an schneider-roedental@t-online.de
 
Themen:
~ Verein Coburger Briefmarkensammler von 1903 e. V. in seiner sozial - kulturellen Entwicklung im Wandel der Zeit ~
Der Beleg des Monats
Presse
Mitgliedschaft im Verein
Neu: Die Coburger Postgeschichte in der Weimarer Republik
"100 Jahre Coburg in Bayern" oder "100 Jahre Coburg bei Bayern" (wie anderorts gemeint) durch die Vereinigung der Freistaaten Coburg und Bayern am 1. Juli 1920
Themenjahr 2019: "Der 200. Geburtstag des Prinzgemahls Albert von Sachsen-Coburg und Gotha, Herzog zu Sachsen und Queen Victoria von Großbritannien und Irland sowie Kaiserin von Indien etc."
Queen Victoria und die Entstehung der Briefmarke im Jahre 1840, Rowland Hill war zur Überzeugung gelangt, daß ein Profil der Königin Victoria das geeignetste Motiv sei.
Die Coburger Sonderstempel von Beginn ab 1924. Der letzte erschien zur "Mitgliederversammlung der Dürer- & Lutherphilatelisten" 2022; Weiter: Das in die Philateliegeschichte eingegangene "Coburger Provisorium". Die Nummerierung der Tagesstempel seit 1875
Seit 125 Jahren (im Jahre 1875) gibt es den "Coburger Einser" - Jubiläum am 22. Mai eines jeden Jahres - Ein Beitrag aus der Nr. 46 im Jahr 2000, welcher in den Regionalen Vereinsnachrichten erschien
Die Coburger Postgeschichte bis zum bayerischen Anschluss - sowie in Zeiten der Vorphilatelie: Am 26. Mai 1687 erteilte Herzog Albrecht die Einrichtung einer Schnellpost von Judenbach-Coburg-Nürnberg und die Eröffnung eines Postamtes in Coburg
Coburger Philatelie - Beispiele aus dem Dritten Reich von 1933 - 1945 (Der Coburger Mohr wurde 1934 abgeschafft)
Die Postgeschichte in Thüringen - 1. Allgemeines - 2. Botenposten (bis 1615) - 3. Aufkommen der Thurn- und Taxisschen Post und der Wettstreit mit anderen Posteinrichtungen (1615-1806) u. a.
Die Coburger Bildpostkarten von 1933 bis 1994: Sind Ganzsachen mit eingedrucktem Bildteil in der linken Hälfte der postalischen Seite und werden seit 1933 aufgelegt, die letzte erschien 1994 zum 3. Coburger Samba-Festival
Die COPHILA 82 und ihre imposante Ausstellerliste - Darstellung und Streiflichter zum Thema "Erinnophilie"
COPHILA 88 : Die große Wettbewerbsausstellung zum Jubiläum im Gedenken an den Dichter Friedrich Rückert
Rund um die COPHILA 93 und die Erinnerung an Herzog Ernst II. von Sachsen-Coburg-Gotha - Rückblick auf den Regionaltauschtag mit Werbeschau 1998
Der Coburger Convent ( + 125 Jahre Coburger Convent ) - Die erste "Coburger Briefmarke"
Privatpost: Der Frankenbrief - Zuständige Geschäftsstelle war das Coburger Tageblatt
Königin Richeza von Polen, geb. Prinzessin von Lothringen, auch Statthalterin von Saalfeld und Coburg, erste urkundliche Erwähnung der Stadt
Briefmarken- und Münzfreunde Oeslau und Umgebung e. V. Kulturförderverein Rödental
Bad Rodach (vor 1999 "Rodach") und seine Postgeschichte
Sonnefeld - Kreis Coburg, seine Vita, Heimatphilatelie und Postgeschichte
Die Deutsche Einheit wurde am 3. Oktober 1990 als friedlicher Akt der Befreiung endlich erfüllt: Ein historischer Tag, der auch in Zukunft jährlich als Feiertag an den Zusammenschluß erinnern soll.
Die MILKA Pluskarte "Nur für kurze Zeit" mit dem Motiv "Margerite"
Thematik: Das Tchibo - Projekt am Mount Kenya - In Einbindung der Philatelie zur Unterstützung und Verbesserung
Thematik: "Der Reichsschatz" - Auch Reichskleinodien genannt, sind die Herrschaftsinsignien der Kaiser und Könige des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation, welches von 962 bis 1806 bestand. Dazu: Otto der Große und Coburgs Frühgeschichte
Thematik: Albrecht Dürer in Nürnberg war ein deutscher Maler, Grafiker, Mathematiker und Kunsttheoretiker. Mit seinen Gemälden, Zeichnungen, Kupferstichen und Holzschnitten zählt er zu den herausragenden Vertretern der Renaissance.
Die letzten Ausgaben des Deutschen Reiches: Die SA- und SS-Briefmarken vom April 1945 - Ein Vortrag vom ehemaligen Vereinsvorsitzenden Werner May
Vortrag im BDPh-Online-Seminar von Franz Zehenter "Ein thematisches Exponat richtig aufbauen" aus der Montforter Schule
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Die Deutsche Einheit wurde am 3. Oktober 1990 als friedlicher Akt der Befreiung endlich erfüllt: Ein historischer Tag, der auch in Zukunft jährlich als Feiertag an den Zusammenschluß erinnern soll.

 




Berlin mit seiner Mauer am Brandenburger Tor, Blick vom Reichstag, 1962 :

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Einen guten Tag wünschen wir Ihnen, liebe glückliche Sammergemeinschaft!
Vielen Dank für Ihre freundliche Aufmerksamkeit > DER SAMMLER - 2017 - (von Robert Büchner, Aussteller): "Egal ob Groß, egal ob Klein, so vieles passt in eine Sammlung rein. Es gibt so viele schöne Sachen, gesammelt wird in aller Welt, mal für viel, mal auch für wenig Geld. Der Sammler muss es nur besitzen, manch einer würde es sogar stebitzen. Und hat er das begierde Objekt, wird es oft dann gut versteckt. Ein Andrer kommt nicht darum herum, muss zeigen seine Schätz dem Publikum. Die Präsentation macht stolz ihn, ohne Frage, das ganze nennt dann sich Vernissage. So steigt des Sammlers Glück, mit jedem neu erworbnen Stück. Und weiter jagt er nach den Wunschobjekten sein ganzes Leben, so ist es nun mal bei richt'gen Sammlern eben. Doch auch wenn er hofft, dass er jetzt schon alles hätt, so ist die Sammlung zumeist nie ganz komplett. Und hast du Sammler auch gefüllte Truhen, Schränke, Bände, gedenke stets auch an dein Lebensende. Deshalb Sammler, dass sag ich ausdrücklich dir, stirbst zu dereinst, die Sammlung, die bleibt hier. Denn sogleich nach deinem Sterben. Ja selbst die Pharaonen mit ihren Jenseits-Gaben, wurden schließlich wieder ausgegraben. Jedoch dedenke tröstlich nicht zuletzt, du sammelst ja für dich und jetzt." - Aus dem Buch aus der Guten Alten Zeit "Schule der Philatelie" von Alexander Hardtmut (Im Heering-Verlag in Harzburg von 1 9 4 0 ) liest man folgendes zum Sammeltrieb: "Der Sammeltrieb ist so alt wie die Menschheit. Schon der vorgeschichtliche Mensch der Steinzeit hat sich gewiß bald eine Tasche aus Fell genäht und umgehängt, um allerhand hineinzutun, was ihm gefiel oder brauchbar erschien. Die Neger, die manchmal unseren Steinzeitvorfahren auffallend ähnlich sind, haben übrigens noch heute solche Beutel, in die sie Muscheln, Steine, Pflanzen, Fetische und Amulette sammeln. Aber so weit brauchen wir gar nicht zurückgehen. Man beobachte auf dem Spielplatz nur einmal kurze Zeit eine Gruppe Kinder. Die meisten der kleinen Kerle tragen eine Schürze mit einer großen Tasche, in die sie emsig alles versenken, was ihnen Freude macht. Immer wieder staunt man, wenn man zufällig einmal Zeuge einer Entleerung der Tasche wird, was alles darin verborgen war: Silberpapier, Bindfäden, Korken, kleine Reklamebilder, vertrocknete Blumen, Buntstifte, angebissene Kuchenstückchen, Maikäfer, Nägel. Die Vierjährigen sind schon sehr vielseitig in ihren Interessen! Und nun erst ein zwölf- oder vierzehnjähriger Junge! Wenn man den einmal dazu bewegen kann, seine Taschen gründlich umzuwenden, dann liegen danach bestimmt zwanzig bis dreißig verschiedene Gegenstände auf dem Tisch, vom Taschenmesser abwärts bis zur Schraubenmutter. Oft befindet sich darunter auch ein kleiner Umschlag, eine Zigarettenschachtel, in der einige schmutzige, zerknitterte Briefmarken ruhen. Das sind die Anfänge des Briefmarkensammelns! Unsere menschliche Erbmasse sorgt dafür, daß fast alles gesammt wird, was nicht angenagelt ist. Ich kannte einen preußischen Geheimrat, der sammelte die verschiedenen Bindfadenarten, außerdem hob er Streichholzschachteln mit verschiedenem Aufdruck auf. Diese Schachtelsammlung kam später in ein richtiges Museum! Seine Majestät der Kaiser von Abessinien und König von Italien besitzt die schönste Münzsammlung der Welt. Friedrich der Große sammelte Tabaksdosen. Unser Nachbar hat eine Steinsammlung. Die Dame, die über uns wohnt, ist stolze Besitzerin einer bunten Reihe Sammeltassen. Ein guter Bekannter von mir war Liebhaber wervoller Gemälde. Zu seinen Lebzeiten zerriß sich die Familie den Mund darüber, daß er sein ganzes Geld in Bildern anlegte. Die liebevollen Verwandten erklärten ihn rund heraus für verrückt. Erst zehn Jahre nach seinem Tode erkannte man beschämt, was für kostbare Schätze er zusammengetragen hatte. Aber nicht nur Kunstgegenstände, Zinn, Porzellan, Stiche, alte Bücher, gemalte Pfeifenköpfe, Meerschaumspitzen werden gesammelt. Kleine Jungens heben sorgsam an den Haltestellen der Straßenbahnen und Autobusse die weggeworfenen Fahrscheine auf, um damit selbst Schaffner zu spielen. Alte Herren haben Freude an Stöcken mit geschnitzten Griffen. Eine Zeitlang war es Mode, sich eine Wappensammlung mit Siegelabdrücken adeliger Wappen zuzulegen. All das hat seine Blütezeit und gerät dann wieder in Vergessenheit. Nur eine Liebhaberei hat sich unablässig verbreitet, hat alle Geschmacksrichtungen überdauert und sich immer mehr veredelt: Das Sammeln von Postwertzeichen! - Wir schreiben unsere "Schule der Philatelie" nicht nur für eifrige Sammler oder solche, die es werden möchten, sondern auch für all die interessierten Menschen, die - ohne selbst zu sammeln - gern wissen wollen, was es mit dieser Liebhaberei für eine Bewandtnis hat. Wir halten es daher für richtig, gleich rund heraus zu sagen, wer nicht sammeln soll. Wenn jemand schwache Augen hat oder farbenblind ist, bedeutet es immerhin ein Wagnis, Briefmarken zu sammeln. Die Augen werden dabei angestrengt, es heißt sehr genau hinsehen, oft arbeitet man bei künstlichem Licht und vor allem, die Farben spielen eine große Rolle. Wer einen guten Farbensinn besitzt, ist zu beneiden. Er braucht nicht immer wieder im Farbenführer nachzuprüfen, ob die Marke nun blau oder ultramarin ist. Trotzdem brauchen Farbenblinde durchaus nicht zu verzichten. Sie lassen sich, wenn es auf die Farben ankommt, helfen. Ich kenne mehrere begeisterte, tüchtige Sammler, die an diesem Fehler leiden. Wir sagten schon, daß heute beinah jeder dritte Junge Briefmarken in der Hosentasche hat (Bemerkung: Tja das waren noch Zeiten im Gegensatz zu heute im Jahre 2021). Sicher hat so die ganze Sammelei begonnen! Ein Schüler hatte wohl als erster Spaß an den bunten Dingern und steckte mit seiner Leidenschaft seine guten Klassenkameraden an. Man begann, die Stücke einzukleben und es dauerte nicht lange, so begann man zu tauschen. Die Väter, Onkels, größeren Brüder wurden aufmerksam. Und weil bekanntlich in jedem Mann bis zum hohen Alter ein Junge steckt, erlagen auch sie bald der Ansteckung durch den philatelistischen Bazillus. So war es vor fünfzig Jahren und so ist es auch heute noch! Der Unterschied liegt nur darin, daß die Gemeinde der Sammler außerordentlich angewachsen ist. Wenn Vater und Mutter merken, daß ihr Hans plötzlich ein begeisteter Briefmarkensammler wird, werden sie sich als gute Eltern die Frage vorlegen, ob sie diese Liebhaberei unterstützen oder verbieten sollen. Teilweise haben wir in der Einführung zu dieser Frage schon bejahend Stellung genommen. Vernünftiges, geordnetes Briefmarkensammeln kann jedem jugendlichen Menschen nur zum Vorteil gereichen. Voraussetzung ist, daß er über der seltenen so begehrten Marke nicht vergißt, darauf zu achten, daß gerade beim Markensammeln eine anständige Gesinnung die Hauptsache ist. Mein und Dein dürfen niemals verwechselt werden, und das Gefühl für Recht und Unrecht kann gar nicht deutlich genug entwickelt sein. Die Eltern müssen aufpassen, daß aus dem kindlichen Sammler nicht ein junger Gauner wird, der unter Umständen seine größere Erfahrung und geistige Überlegenheit dazu benutzt, jüngeren Kameraen oder Anfängern wertvolle Exemplare abzuhandeln und ihnen als Gegenwert seine eigenen, minderwertigen Stücke zuzuschieben. Eine gewisse Aufsicht ist also am Platze! Auch der ältere Sammler muß stets daran denken, daß das Vertrauen, das ihm geschenkt wird, wenn man ihn bittet, etwas zu taxieren oder zu übernehmen, ihn doppelt verpflichtet und allergrößte Ehrlichkeit verdient. Kein Mensch wird es ihm verargen, wenn er einmal einen sogenannten "Gelegenheitskauf" macht; keinesfalls soll er aber die Lage ungebührlich ausnutzen. Doch unser Hans ist immer ein braver, ehrlicher Kerl gewesen und bei ihm besteht eher die Gefahr, daß ihn ein älterer Schüler über das Ohr haut. Erlauben wir es ihm also in Ruhe zu sammeln. - Die Materialbeschaffung: Aber wo soll er nun Material herbekommen? Darunter verstehen wir sauber ausgeschnittene Postwertzeichen. Der Grundsatz heißt hier: Jede Marke ist es wert, gesammelt zu werden. Natürlich bezieht sich das nicht auf 12-Pfennigmarken mit dem Hindenburgkopf, die täglich zu Millionen verbraucht werden! (In Deutschland sollen angeblich täglich 23 Millionen Marken gedruckt werden.) Aber schon höhere deutsche Werte, Dienstmarken und vor allem Wohlfahrtsmarken, sind sehr erwünscht. Wenn man merkt, was für eine Freude der Junge an jedem Stück jat, sammelt man mit. Man besinnt sich plötzlich auf die vielen Ansichtspostkarten, die man in seiner Junggesellenzeit von Schwester Erna erhielt, anläßlich ihrer Weltreise. Man entdeckt einige ganz hübsche Marken darauf. Um die Briefe von Tante Ottilie, die sie aus Kanada an Großmama zu schreiben pflegte (vor vielen Jahren)! Die bedächtige gute Oma pflegte alle Umschläge sorgfältig aufzuheben. Unser Hans steht mit hochroten Backen aufgeregt neben der Mutter und sieht zu, wie sie in ihrem Schreibtisch danach sucht. Da sind sie! - ein ganzes, sauber gebündeltes Paket. Am nächsten Tage gibt es auf dem Schulhof in der großen Pause eine förmliche Revolution, denn die Kanadamarken sind sehr schön und wertvoll. Eine ganz Anzahl war mehrfach vorhanden; mit ihnen tauschte Hans und hatte schnell eine Fülle einfacherer Stücke eingehandelt. Dabei wurde einwandfreie Excemplare sorgfältig zu ihrem jeweiligen Katalogpreis gegeneinander abgewogen. - Hans hat bald eine große Tüte voll Marken gesammelt. Vom Händler hat Vater noch ein großes "Sammelkuvert" erstanden - es kostete nicht einmal viel, in dem 250 verschiedene Marken waren. Auch einen alten Katalog besitzt Hans. Es schadet nichts, daß dieser Katalog schon sechs Jahre alt ist. Lernen kann man daraus tadellos, und überraschende Fortschritte in Erdkunde und Briefmarkenkunde werden immer deutlicher. Ein solcher Markenkatalog ist nämlich nicht etwa nur ein trockenes Verzeichnis aller Briefmarken. Eine ungeheure Menge von geographischem und markenkundlichem Wissen ist hier zusammengetragen. Es lohnt sich sogar für den Nichtsammler, einen Markenkatalog mit seinen vielen politschen Hinweisen und überhaupt wegen seiner geschlossenen Darstellung aller Länder oder Gebiete der Erde aufmerksam zu studieren! Selbstverständlich schnappt unser junger Freund schnell die gebräuchlichsten Fachausdrücke auf. Stücke mit Fehlern und Rissen bezeichnet er als "Knochen", dünne Stellen als "Fenster". Kurz, er benimmt sich wie ein alter Hase, und eines Tages, so kurz vor Weihnachen, liegt auf Vaters Schreibtisch folgender Brief: (Titel: Das erste Album) - "Liebe Eltern! Diesmal habe ich zu Weihnachten einen ganz großen Wunsch. Ich möchte so furchtbar gern ein Briefmarkenalbum haben. Fast alle Jungens in der Klasse haben eins, auch Werner. (Ja toll, das waren noch Zeiten!). Es wäre doch auch schade, wenn meine wertvollen Bestände in der Tüte (an dieser Stelle kann der Vater beim Lesen ein Schmunzeln nicht unterdrücken) verlorengingen. Es kann zu leicht etwas wegkommen. Du weißt doch, wie die Jungs sind. Eingeklebt ist bestimmt besser. (Wahnsinn, dann werden doch die Marken beschädigt!). Werner ist erst vorgestern aus der Mappe eine Sumatra gemaust worden; natürlich beweisen kann er es ihnen leider nicht. Ich verspreche Euch auch, wenn ich das Album habe, Ostern in Erdkunde eine Eins zu bekommen, (damit kann ich z. B. die Vier in Englisch ausgleichen!). Ein großes Album braucht es nicht zu sein. Im Notfall kann ich mal mit Werner darüber sprchen; der hat noch ein zweites, von seinem Onkel, das er vielleicht abgibt und zwar billig. Nebenbei sammle ich natürlich Großdeutschland spezial weiter wie alle. (Tja, heutzutage gibt es leider kein "Großdeutschland" mehr aber dafür die EU). Mit dem Album dafür hat es noch bis nächstes Jahr Zeit. Ich will nichts weiter geschenkt haben, bitte nur das Album. Euer dankbarer Sohn Hans." (Wie bescheiden die Kinder doch damals waren). - Weihnachten liegt natürlich als Hauptgeschenk auf dem Gabentisch das ersehnte neue Album. Aber nicht nur Hans und sein großer Bruder, der Unterprimaner, auch sein Vater, Herr Rechnungsrat Meier, sind sowohl am Heiligabend wie auch am ersten Feiertag - an dem es ununterbrochen regnete (da gab's auch schon die Klimaerwärmung) - um den Jüngsten und sein Album versammelt. Hans ist inzwischen ein ganz erfahrener Sammler geworden. Er weiß, wie er seine Marken behandeln muß, wie er sie einzukleben hat und hantiert beim Ordnen und Sichten der verschiedenen Stücke in seinem alten Katalog herum, daß es eine helle Freude ist. Beim Scjhölafengehen sagt der Vater: "Mutter, ich glaube, daß wir dem Jungen das Album geschenkt haben, war ein Schuß ins Schwarze! Ich habe selber ordentlich Lust bekommen, mitzumachen. Nach den Feiertagen werde ich mal den Kollegen Lehmann vom Zoll fragen; ich glaube, der bekommt immer Post von seinem Sohn aus China." - Markensammlen erweitert das Blickfeld. Gerade heute, da von uns kaum jemand in der in der Lage ist, Reisen nach fremden Ländern oder Erdteilen zu machen (wie in der damaligen DDR), sind die Briefmarken in erhöhtem Umfange ein anregendes, wichtiges internationales Bindemittel. Wir wollen sie darum sammlen und studieren; gerade sie geben oft ausgezeichnete Einblicke in die Geschichte und Lebensweise eines anderen Volkes. Es wäre falsch, nicht jedes Mittel zu benutzen, um selbst die Marken feindlicher Staaten (ja, die gab's damals) und damit ihr Land genau kennenzulernen. Das Gleiche gilt auch für die Marken verschiedener anderer Nationen, deren Interessen den unseren entgegenlaufen. Vor allem können wir uns aber an die Fülle der herrlichen Marken befreundeter und neutraler Länder halten!"
 
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